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Aktuelle Feuerbrandsituation Steiermark

Feuerbrand in der Steiermark

Aufgrund günstiger Witterungsbedingungen in bestimmten Teilen Europas, wie z.B. in Süddeutschland, in der Schweiz und in Österreich, ist es im Jahr 2007 zum bislang massivsten Feuerbrandauftreten in der Steiermark gekommen. Betroffen waren das gesamte Erwerbsobstbaugebiet in der Steiermark - mehr als 24 ha Erwerbsobstanlagen mussten gerodet werden - sowie viele tausend Bäume und Sträucher in Streuobstanlagen und Hausgärten im gesamten Landesgebiet bis in eine Seehöhe von rund 1.000m.

In den Jahren 2008 bis 2011 ist es in der Steiermark im Vergleich mit 2007 sowohl im Er-werbsobstbau, als auch im Streu- und Siedlungsobstbau sowie im Zierpflanzenbereich zu einem deutlich geringeren Auftreten von Feuerbrand gekommen. Dennoch mussten im Jahr 2008 mehr als 11 ha Erwerbsobstanlagen gerodet und bei etwa tausend Bäumen und Sträuchern im Streuobstanlagen und Hausgärten Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. Im Feuerbandjahr 2009 konnte mit der Rodung von 3 ha Erwerbsobstanlagen und Bekämp-fungsmaßnahmen an etwa 100 Streuobstbäumen und Sträuchern das Auslangen gefunden werden. Im Jahr 2010 war der Erwerbsobstbau stärker vom Feuerbrand betroffen als 2009 und es mussten 5,8 ha Erwerbsanlagen gerodet werden. Im Streuobst- und Zierpflanzenbau waren vereinzelt Rodungen erforderlich. Das Jahr 2011 war mit der Rodung von 3,6 ha Erwerbsobstanlagen und vereinzelten Rodungen im Streu- und Zierpflanzenbau ebenfalls ein schwaches Feuerbrandjahr.

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Feuerbrandbekämpfung 2012 im Erwerbsobstbau

Die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung von Feuerbrand im Erwerbsobstbau stellen neben den Verbringungsbeschränkungen, der Einhaltung strenger Importregelungen und anderen vorbeugenden Maßnahmen, die laufende Beobachtung der Feuerbrandwirtspflanzen auf Feuerbrandbefall und die mechanische Bekämpfung dar. Stark befallene Pflanzen müssen gerodet werden, bei weniger geschädigten Pflanzen genügt unter Umständen das Ausschneiden erkrankter Äste.
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen ist auch eine Bekämpfung des Feuerbrands mit Pflanzenschutzmitteln möglich. Detaillierte Informationen dazu sind unterExterne Verknüpfung  www.ages.at (weiterer Pfad=> Landwirtschaftliche Sachgebiete => Pflanzengesundheit => Feuerbrand => Bekämpfung) zu entnehmen.
Im Jahr 2012 sind in Österreich auch die streptomycinhältigen Pflanzenschutzmittel „Firewall 17WP" und „Strepto" zugelassen. Ihr Einsatz ist allerdings an strenge Auflagen gebunden wie z.B.:

  • Bezug nur gegen Bestätigung der FA10B über die erforderliche Menge
  • Einsatz nur in Erwerbskernobstanlagen (Apfel, Birne)
  • Anwendung nur bei Feuerbrandgefahr und nach Freigabe durch den Warndienst
  • Einsatz nur während der Blütezeit mit max. 2 Anwendungen
  • Meldung der einzelnen Anwendungen an die zuständige Behörde

In der Steiermark ist der Einsatz dieser Pflanzenschutzmittel nur in den Bezirken DL, FB, FF, G, GU, HB, LB, RA, VO und WZ zulässig.
Die genauen Bestimmungen für die Anwendung der zugelassenen streptomycinhältigen Pflanzenschutzmittel können dem Pflanzenschutzmittelregister Externe Verknüpfung (www.psm.ages.at) entnommen werden. 
Die erforderlichen Bestätigungen für den Bezug streptomycinhältiger Pflanzenschutzmittel waren bei der Fachabteilung 10B zu beantragen und sind Ende März 2012 an die Erwerbsobstbaubetriebe ausgesandt worden.
Nähere Informationen über die Beantragung der Bezugsbestätigung, den Warndienst und die erforderlichen Meldungen sind unter www.feuerbrandbekämpfung.steiermark.at abrufbar.
Unter dieser URL ist auch eine Karte mit Informationen über die möglichen und - im Falle der Anwendung - tatsächlichen Einsatzgebiete dieser Pflanzenschutzmittel einzusehen. Darüber hinaus können dort während der Kernobstblütezeit täglich aktualisierte Informationen über das Risiko für Feuerbrandinfektionen abgerufen werden.Fachabteilung 10B-Landwirtschaftliches Versuchszentrum, Tel. 0316/877-6600

 

 
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