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Aktuelle Feuerbrandsituation Steiermark

Feuerbrand in der Steiermark

Aufgrund günstiger Witterungsbedingungen in bestimmten Teilen Europas, wie z.B. in Süddeutschland, in der Schweiz und in Österreich, ist es im Jahr 2007 zum bislang massivsten Feuerbrandauftreten in der Steiermark gekommen. Betroffen waren das gesamte Erwerbsobstbaugebiet in der Steiermark - mehr als 24 ha Erwerbsobstanlagen mussten gerodet werden - sowie viele tausend Bäume und Sträucher in Streuobstanlagen und Hausgärten im gesamten Landesgebiet bis in eine Seehöhe von rund 1.000m.

In den Jahren 2008 bis 2013 ist es in der Steiermark im Vergleich mit 2007 sowohl im Er-werbsobstbau, als auch im Streu- und Siedlungsobstbau sowie im Zierpflanzenbereich zu einem deutlich geringeren Auftreten von Feuerbrand gekommen. Dennoch mussten im Jahr 2008 mehr als 11 ha Erwerbsobstanlagen gerodet und bei etwa tausend Bäumen und Sträuchern im Streuobstanlagen und Hausgärten Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. Im Feuerbandjahr 2009 konnte mit der Rodung von 3 ha Erwerbsobstanlagen und Bekämpfungsmaßnahmen an etwa 100 Streuobstbäumen und Sträuchern das Auslangen gefunden werden. Im Jahr 2010 war der Erwerbsobstbau stärker vom Feuerbrand betroffen als 2009 und es mussten 5,8 ha Erwerbsanlagen gerodet werden. Im Streuobst- und Zierpflanzenbau waren vereinzelt Rodungen erforderlich. Die Jahre 2011 und 2012 waren mit der Rodung von 3,6 ha bzw. 0,11 ha Erwerbsobstanlagen und vereinzelten Rodungen im Streu- und Zierpflanzenbau ebenfalls schwache Feuerbrandjahre und im Jahr 2013 musste lediglich die Rodung von insgesamt drei Einzelbäumen angeordnet werden.
Im Jahr 2014 ist es auf Grund der ungünstigen Bedingungen für den Feuerbrand zu keinem nennenswerten Auftreten gekommen. Lediglich eine Birnenanlage ist auf Grund der Symptome gerodet worden.
Das Jahr 2015 war von einem regional konzentrierten Wiederaufflammen des Feuerbrandauftretens gekennzeichnet. Betroffen davon war heuer fast ausschließlich der Erwerbsobstbau und es waren Rodungen im Ausmaß von ca. 3,5 ha erforderlich. 

'Mehr zum Feuerbrand inklusive Bilddateien

 

Feuerbrandbekämpfung 2016 im Erwerbsobstbau

Die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung von Feuerbrand im Erwerbsobstbau stellen neben den Verbringungsbeschränkungen, der Einhaltung strenger Importregelungen und anderen vorbeugenden Maßnahmen, die laufende Beobachtung der Feuerbrandwirtspflanzen auf Feuerbrandbefall und die mechanische Bekämpfung dar. Stark befallene Pflanzen müssen gerodet werden, bei weniger geschädigten Pflanzen genügt unter Umständen das Ausschneiden erkrankter Äste. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen ist auch eine Bekämpfung des Feuerbrands mit Pflanzenschutzmitteln möglich. Detaillierte Informationen dazu sind unter Externe Verknüpfung  www.ages.at zu entnehmen. Im Jahr 2016 war in Österreich auch das streptomycinhältige Pflanzenschutzmittel „Strepto“ zugelassen. Sein Einsatz war aber an strenge Auflagen gebunden wie z.B.:

  • Bezug nur gegen Bestätigung der Abteilung 10 über die erforderliche Menge
  • Einsatz nur in Erwerbskernobstanlagen (Apfel, Birne)
  • Anwendung nur bei Feuerbrandgefahr und nach Freigabe durch den Warndienst
  • Einsatz nur während der Blütezeit mit max. 2 Anwendungen
  • Meldung der einzelnen Anwendungen an die zuständige Behörde

In der Steiermark war der Einsatz dieses Pflanzenschutzmittel nur in den Bezirken Deutschlandsberg, Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Südoststeiermark, Voitsberg und Weiz sowie in der Stadt Graz zulässig. Die genauen Bestimmungen für die Anwendung der zugelassenen streptomycinhältigen Pflanzenschutzmittel können dem Externe Verknüpfung Pflanzenschutzmittelregister entnommen werden. Die erforderlichen Bestätigungen für den Bezug dieser streptomycinhältigen Pflanzenschutzmittel waren bei der Abteilung 10 Land- und Forstwirtschaft zu beantragen. Nähere Informationen über die Bezugsbestätigung, den Warndienst und die erforderlichen Meldungen waren unter www.feuerbrandbekämpfung.steiermark.at abrufbar.

Unter dieser URL ist auch eine Karte mit Informationen über die potentiellen und - im Falle einer Anwendung nach der Freigabe durch den Warndienst - tatsächlichen Einsatzgebiete dieser Pflanzenschutzmittel im Jahr 2016 auf Katastralgemeindeebene einzusehen. Darüber hinaus konnten dort während der Kernobstblütezeit täglich aktualisierte Informationen über das Risiko für Feuerbrandinfektionen abgerufen werden.

Abteilung 10 Land- und Forstwirtschaft, Referat Pflanzengesundheit und Spezialkulturen, Telefon: 0316/877-6600 oder 0316/877-6637. Aktuelle Informationen über den Feuerbrand finden Sie in den Haidegger Perspektiven und den Veröffentlichungen (Kulturschutz) der Versuchsstation für Obst- und Weinbau Haidegg.

 
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