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Die Almwirtschaft in der Steiermark

Almen sind reine Wirtschaftsobjekte, welche infolge ihrer Höhenlage und der dadurch gegebenen klimatischen Verhältnisse landwirtschaftlich nur während der durch die Höhenlage beschränkten Vegetationsperiode zu Viehhaltung genützt werden können und wegen ihrer örtlichen Lage zum bäuerlichen Siedlungsraum und der Entfernung von den Heimgütern eine von diesen getrennte und besondere Bewirtschaftung erfordert.
Nach dieser Definition im Stmk. Almschutzgesetz 1984 sind 3.147 bewirtschaftete Almen, davon 1.744 Nieder-, 1.047 Mittel- und 356 Hochalmen erhoben worden. Die Steiermark ist das almreichste Bundesland Österreichs mit einem Anteil von 26 % an den bewirtschafteten Almen, sie bedecken etwa 20 % der Landesfläche. Genähert 200 Almen sind nicht zeitgemäß erreichbar, das sind um 6 %, sie liegen fast ausnahmslos in den extremen Kalkgebieten des Toten Gebirges und im Hochalmbereich der Niederen Tauern.

 

Almwirtschaftsbereiche in der Steiermark

Almen sind in der Steiermark in allen Landesteilen anzutreffen. Entsprechend der allgemeinen agrarstrukturellen Gegebenheiten sind drei regionale Almbereichstypen ableitbar.

  • Das Obere Steirische Enns- und Mürztal mit einem hohen Anteil an Hochalmen in den Niederen Tauern, die meisten Betriebe sind Privatalmen, daneben gibt es größerflächige Agrargemeinschaften und Genossenschaftsalmen; Servitutsalmen sind seltener.
  • Das Mur-Mürztal und das Steirische Randgebirge sind geprägt von kleinen Privatalmen in der Waldstufe, die zum Teil in den Seitengräben aus ehemaligen aufgelassenen bergbäuerlichen Betrieben hervorgegangen sind.
  • Im weststeirischen Randgebirge sind große Pachtalmen (Koralmstock) anzutreffen, deren größte bis zu 400 Rinder je Alm aufnehmen.
  • Im oststeirischen Randgebirge, im Gebiet der Teich- und Sommeralm, weiden auf Österreichs größtem Almgebiet derzeit mehr als 3.500 Rinder.

Die auffallende Eigentumsform im Almwirtschaftsbereich des Steirischen Salzkammergutes und der Eisenwurzen ist das Vorherrschen der seit dem Mittelalter den landesfürstlichen Bergwerken (Eisen, Salz) zur Deckung des Holzbedarfs vorbehaltenen, nunmehr im Eigentum des Bundes und des Landes befindlichen Waldweidegebiete. Der Großteil des verfügbaren Almareals (mehr als ¾ aller Almen) entfällt so auf Servitutsalmen. Die Alpung ist hier auf extensive Galtviehhaltung reduziert worden.

 

Auftriebszahlen

Im Jahr 1997 sind nach realistischen Schätzungen ca. 75.000 Rinder, 1.500 Pferde und 20.000 Schafe gealpt worden - damit wurden die Auftriebszahlen der Almstatistik 1955 annähernd erreicht. Eine noch größere Ausweitung der in der Steiermark dominierenden extensiven Galtviehalpung scheint mit dem vorhandenen Flächenangebot nicht möglich.

 
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