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Thermische Verwertung von Naturschutzheu durch Pelletierung

Maßnahme 323a

Das Südoststeirische Hügelland ist eine landwirtschaftlich intensiv genutzte Region und vor allem die Tallagen sind bestens zum Anbau von Mais geeignet. Es liegt jedoch im primären Interesse des Naturschutzes die im Europaschutzgebiet existierenden Wiesen zu erhalten und wenn möglich auszuweiten, da etliche gefährdete Arten dieses Gebietes auf extensiv genutztes Grünland als Lebensraum angewiesen sind. Aus diesem Grund soll im Rahmen von Vertragsnaturschutzprogrammen der Erhalt dieser Wiesen gewährleistet werden, was in vielen Fällen gelingt. Ein Hindernis bei der Erfüllung dieses Zieles ist aber die fehlende Verwertbarkeit des Mähgutes, das mit steigender Zahl der Vertragsnaturschutzflächen zu einem steigenden Problem in der Region wird. Daher wurde in der Südoststeiermark, genauer gesagt im Europaschutzgebiet „Teile des Südoststeirischen Hügellandes" das Pilotprojekt „Thermische Verwertung von Naturschutzheu durch Pelletierung" ins Leben gerufen, welches im Rahmen der Maßnahme 323a gefördert wird.

Ziele des Projektes

Ziel des Heupellets-Projektes ist es den bestehenden Entsorgungsnotstand bei Heu von Naturschutzflächen, landesweit nachahmbar und wirtschaftlich umsetzbar, zu beheben. Dazu ist die nötige Logistik zu entwickeln und in der Südoststeiermark zu implementieren, um dadurch wertvolle Wiesen als naturschutzrelevante Landschaftselemente zu erhalten bzw. auszuweiten. Es sollen Heupellets standardisiert erzeugt werden, um sie in größeren Mengen thermisch (als biogener heimischer Energieträger), aber auch anderweitig wirtschaftlich zu nutzen. Immerhin ersetzen 2,2 kg Heu einen Liter Heizöl

Inhalte des Projektes

Der Standort der Pelletieranlage ist der neu gegründete Biomassehof in Hof bei Straden wo derzeit rund 220 Großballen (70t) Heu auf ihre Verarbeitung warten. Dort ist auch der Heizkessel des Kooperationspartners Joanneum stationiert, mit welchem die Verbrennungsversuche und die Emmissionsmessungen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der ersten Verbrennungsversuche sind sehr positiv, da die Emmissionsgrenzwerte eingehalten werden.
Für den Naturschutz ist das Heupellets-Projekt ein Vorzeigeprojekt, da es die Synergien zwischen der Landwirtschaft und den erneuerbaren Energien auf der einen Seite und dem Naturschutz auf der anderen Seite nutzt und auf vorbildliche Weise versucht Lösungen zum Nutzen aller Beteiligten zu finden.

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