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Ambrosie – Allergieauslöser und Problemunkraut

Ambrosie – Beschreibung der Pflanze

Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), u. a. auch Ambrosia, Aufrechtes Traubenkraut und Ragweed genannt, stammt ursprünglich aus Amerika und wurde vor etwa 150 Jahren nach Europa gebracht.

Die Ambrosie ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die nach der Keimung ab Mitte April zu einer stark verzweigten Pflanze mit bis zu 1,5 m Wuchshöhe heranwächst. Zur Keimung benötigt diese konkurrenzschwache Pflanze ausreichend Licht. Ab etwa Mitte Juli werden die männlichen Blütenstände in traubenartiger Anordnung an den Enden der Triebe sichtbar. Die weiblichen Blüten befinden sich in den Achseln der oberen Blätter. Die Ambrosie hat eine kugelige Wuchsform mit doppelt bis dreifach gefiederten und gestielten Blättern. Die robusten Stängel sind meist rötlich und weich behaart. Verwechslungen sind möglich mit dem Beifuß (Artemisia vulgaris) und dem Weißen Gänsefuß (Chenopodium album). Die Hauptblütezeit liegt in den Monaten August und September. Warmes und trockenes Herbstwetter begünstigt die Entwicklung der Pflanze und das Reifen der Samen. Eine Pflanze produziert bis zu 8 Milliarden Pollen, die mehrere 100 km weit fliegen können, und durchschnittlich 4.000 Samen. Die 2 bis 4 mm kleinen Samen können bis zu 40 Jahre im Boden keimfähig bleiben, benötigen aber offene Bodenflächen.

 
Ambrosie blühende Pflanze 1 © Landeskammer für Land und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie blühende Pflanze 1Ambrosie blühende Pflanze 1
© Landeskammer für Land und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie blühende Pflanze 2 © Landeskammer für Land und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie blühende Pflanze 2Ambrosie blühende Pflanze 2
© Landeskammer für Land und Forstwirtschaft Steiermark
 
 

Ambrosie – Lebenszyklus

Lebenszyklus 1 © : DaFNE-Projekt „Ragweed“ der Universität für Bodenkultur, Wien
Lebenszyklus 1Lebenszyklus 1
© : DaFNE-Projekt „Ragweed“ der Universität für Bodenkultur, Wien
 
Lebenszyklus 2 © Abteilung 10
Lebenszyklus 2Lebenszyklus 2
© Abteilung 10
 
Ambrosie Samen © Agroscope ACW
Ambrosie SamenAmbrosie Samen
© Agroscope ACW
 
Ambrosie Keimling © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie KeimlingAmbrosie Keimling
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie 4-Blattstadium © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie 4-BlattstadiumAmbrosie 4-Blattstadium
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie Jungpflanze © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie JungpflanzeAmbrosie Jungpflanze
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 

Ambrosie - Verbreitung

Die bevorzugten Lebensräume der Ambrosie sind offene Bodenflächen wie Straßenbankette, Wegränder, Bahndämme, Ruderalflächen (Erd- und Schutthalden, Baugebiete, Mülldeponien), Schottergruben, Industriegelände, öffentliche (Grün)flächen, Hausgärten, Vogelfutterplätze und Äcker.
Sobald die Samen zu Boden fallen, ist der Standort verseucht. Über kürzeste Strecken erfolgt der Transport des Samens mit dem Wind. Die Verbreitung über weitere Strecken und Entfernungen geschieht u. a. durch den Transport von mit Samen kontaminiertem Aushubmaterial, durch mit Erde verunreinigte Reifen von Bodenbearbeitungs- und Erntemaschinen, über mit Ambrosiasamen verunreinigtes Erntegut, durch Mähgut und Mäharbeiten bei der Straßenrandpflege sowie verunreinigtes Saatgut, Vogelfutter und Futtermittel.

 

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Ambrosie in Soja © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie in SojaAmbrosie in Soja
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie am Schotterteich © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie am SchotterteichAmbrosie am Schotterteich
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie am Straßenrand © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie am StraßenrandAmbrosie am Straßenrand
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie bei Vogelhäuschen © Dunkl
Ambrosie bei VogelhäuschenAmbrosie bei Vogelhäuschen
© Dunkl
 
 

Landwirtschaftsrelevante Aspekte der Ambrosiaverbreitung

Wegen der schwierigen Bekämpfung und der Ertragseinbußen in bestimmten Ackerkulturen stellt die Ambrosie auch ein Problemunkraut in der Landwirtschaft dar.

Durch Verunkrautung mit Ambrosie sind insbesondere Reihenkulturen mit einer eher späten Vegetationsentwicklung wie Sonnenblumen, Sojabohnen, Mais und Ölkürbis gefährdet. Auf Grund der späten Entwicklung ist die Ambrosie mit den üblichen chemischen und mechanischen Maßnahmen nur begrenzt zu kontrollieren und zu bekämpfen. Besonders schwierig ist die Bekämpfung im Ölkürbis und in der Sonnenblume, da chemische Methoden weitgehend ausscheiden. Die Samen sind sehr langlebig und es ist daher mit einer langjährigen Kontamination eines Standortes zu rechnen, wenn es bei einem Erstbefall zu einer stärkeren Samenbildung kommt. Die Eindämmung des Befalls oder die Verhinderung der Ausbreitung ist in diesem Fall oft nicht mehr möglich.

In landwirtschaftlichen Kulturen sind es die Platz-, Nährstoff-, Wasser- und Lichtkonkurrenz, die zusammen mit einem erhöhten Bekämpfungsaufwand zu Ertragseinbußen und Einkommensminderung führen können.

 

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Ambrosie im Maisfeld © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie im MaisfeldAmbrosie im Maisfeld
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie im Kürbisfeld © Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie im KürbisfeldAmbrosie im Kürbisfeld
© Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark
 
 

Gesundheitsrelevante Aspekte der Ambrosiaverbreitung

Ambrosiapollen gehören zu den stärksten Allergieauslösern und verursachen Schnupfen, Binde-hautentzündungen, Bronchitis mit Husten, Atemnot und allergisches Asthma.

Die Beeinträchtigungen der Gesundheit ergeben sich aus Besonderheiten der Ambrosie wie

  • hohes Ausbreitungs- und Festsetzungspotential, 
  • Pollenvertragung über mehrere 100 Kilometer,
  • späte Blüte, die  zur Verlängerung der Pollensaison in die Monate August und September hinein führt,
  • besondere Aggressivität der Ambrosiapollen mit hoher Allergiepotenz,
  • Kreuzreaktionen mit anderen Pflanzen wie Korbblütlern, Beifuß und einigen Gräsern sowie Lebensmitteln wie Melonen, Bananen, Pfirsiche, Nektarinen, Apfel, Gurke, Zucchini, Sonnenblumen, Margeriten, Gänseblümchen, Arnika und Kamille.

 

Als Hauptallergene der Ambrosiapollen wurden das Kräuterpollenallergen Amb a1, aber auch andere Allergene wie Profilin (Protein des Zellskeletts) und Calciumionenproteine nachgewiesen.
Die Sesquiterpenlaktone in Stengel und Blättern können kontaktallergische Reaktionen auslösen.

Die genannten Proteine (Eiweise) lösen Allergien vom IGE-Typ mit folgenden Krankheitszeichen aus:

  • allergischer Schnupfen mit rinnender, juckender, verstopfter Nase, Niesanfälle
  • allergische Bindehautentzündung mit Jucken, Rötung, Brennen, Lichtempfindlichkeit, Tränen der Augen
  • Pollen kann tief in die Lunge eindringen und allergische Bronchitis mit Husten und Atemnot sowie allergisches Asthma bewirken.


Diagnose und Therapie

Die Diagnose einer Ambrosia-Allergie ist einfach durch Beobachtung der typischen beschriebenen Beschwerden in den Monaten August und September möglich. Ein Bluttest auf Ragweed (RAST-Kurzbezeichnung w1) bestätigt die Vermutungsdiagnose.
Die spezifische Therapie gegen die Ragweed-Allergie ist die Allergieimpfung oder Hyposensibilisierung. Dadurch soll der chronische Verlauf dieser allergischen Erkrankung mit der Gefahr von Spätfolgen verhindert werden. Symptommindernd können Antiallergika mittels Nasenspray und Augentropfen zur Linderung beitragen.
Ein Grundsatz in der Vorsorgemedizin ist, Exposition soweit als möglich zu vermeiden und andernfalls jedenfalls zu minimieren. Aus diesem Grund kommt der Bekämpfung der Ambrosie zur Vermeidung von Allergenexposition hohe Bedeutung zu und soll deren Bekämpfung als Bürgerpflicht gesehen werden.

Volkswirtschaftliche Auswirkungen 

Die Zahl der Allergiker steigt kontinuierlich an, bereits 35 % der Allergiker reagieren auf Ambrosiapollen. Zusätzlich zum individuellen Leidensdruck der Allergiker sind die Kosten durch Behandlung beträchtlich. Die durch die Ambrosie verursachten Kosten pro Allergiker und Jahr betragen um die 630 Euro. Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Behandlungen werden in der Steiermark auf mehr als 8 Mio. Euro geschätzt.

 

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Ambrosie Pollen © Agroscope ACW
Ambrosie PollenAmbrosie Pollen
© Agroscope ACW
 
Ambrosia Pollen Schweiz © Agroscope ACW
Ambrosia Pollen SchweizAmbrosia Pollen Schweiz
© Agroscope ACW
 
 

Ambrosiaerhebung 2008 bis 2015

Über das Auftreten und die Verbreitung der Ambrosie in der Steiermark war bislang nur wenig bekannt. Um nähere Informationen zu erhalten, wurde begonnen, Einzelpflanzen und Bestände zu erheben. Bis Ende 2009 wurden ca. 300 Fundstellen erhoben bzw. gemeldet, im Jahr 2010 waren es rund 200 und 2011 etwa 150. Die bisherigen Meldungen zeigen ein bereits sehr starkes Auftreten der Ambrosie in den Bezirken Leibnitz und Südoststeiermark sowie im ehemaligen Bezirk Fürstenfeld. In den übrigen Bezirken ist das Auftreten deutlich schwächer bzw. liegen nur wenige Meldungen vor. Auch in den Jahren  2012 bis 2015 sind aus diesen Bezirken nur wenige Funde gemeldet worden. Ein starkes Auftreten ist teilweise auch entlang des höherrangigen Straßennetzes gegeben.  

Externe Verknüpfung Karte Ambrosiafunde und -meldungen 2008/2009

Externe Verknüpfung Karte Ambrosiafunde und -meldungen 2010

Externe Verknüpfung Karte Ambrosiafunde und -meldungen 2011

Externe Verknüpfung Karte Ambrosiafunde und -meldungen 2012-2013

Externe Verknüpfung Karte Ambrosiafunde und -meldungen bis 2014

Externe Verknüpfung Karte Ambrosiafunde und -meldungen bis 2015

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Meldeaufruf 2016

Die vorliegenden Angaben über das Auftreten der Ambrosie sind nach wie vor unvollständig. In den obersteirischen Bezirken sowie in den Bezirken Deutschlandsberg, Graz-Stadt, Graz Umgebung, Voitsberg und Weiz sowie im ehemaligen Bezirk Hartberg sollen vorhandene Einzelpflanzen und Bestände weiterhin erfasst werden. Für die Bereiche „Landesstraßen B und L" sowie „Landwirtschaft" erfolgt die Erhebung durch die Straßenverwaltung und den Straßenerhaltungsdienst des Landes bzw. die Landeskammer für Land- u. Forstwirtschaft mit den Bezirkskammern.

Für die übrigen Bereiche werden die Gemeinden und die Bevölkerung um Mithilfe gebeten und ersucht, das Auftreten der Ambrosie zu melden!

 

Externe Verknüpfung Meldeblatt

Externe Verknüpfung Merkblatt

Externe Verknüpfung Merk- u. Meldeblatt

 

Mit dem Externe Verknüpfung Digitalen Atlas der Steiermärkischen Landesregierung können Sie die Lage (Katastralgemeindenummer, Grundstücksnummer; Rechts-, Hochwerte) des Fundortes genau bestimmen.

Externe Verknüpfung Hilfe zum Digitalen Atlas

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Verwechslungsmöglichkeiten

Folgende Bilder zeigen Pflanzen, mit denen die Ambrosie verwechselt werden kann.

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 Weißer Gänsefuß (Blütenstand bzw. Blatt) © Abteilung 10
 Weißer Gänsefuß (Blütenstand bzw. Blatt) Weißer Gänsefuß (Blütenstand bzw. Blatt)
© Abteilung 10
 
 Wermut; Blüten bzw. ganze Pflanze, nicht blühend © Abteilung 10
 Wermut; Blüten bzw. ganze Pflanze, nicht blühend Wermut; Blüten bzw. ganze Pflanze, nicht blühend
© Abteilung 10
 
zurückgekrümmter Amaranth © Abteilung 10
zurückgekrümmter Amaranthzurückgekrümmter Amaranth
© Abteilung 10
 
Gemeiner Beifuß; ganze Pflanze, Blatt © Abteilung 10
Gemeiner Beifuß; ganze Pflanze, BlattGemeiner Beifuß; ganze Pflanze, Blatt
© Abteilung 10
 
Färberreseda; ganze Pflanze, Blütenstand © Abteilung 10
Färberreseda; ganze Pflanze, BlütenstandFärberreseda; ganze Pflanze, Blütenstand
© Abteilung 10
 

Ambrosie erkennen

Ambrosie erkennen © Abteilung 10, Swen Follak
Ambrosie erkennenAmbrosie erkennen
© Abteilung 10, Swen Follak
 
Ambrosie Jungpflanze © Landeskammer für Land und Forstwirtschaft Steiermark
Ambrosie JungpflanzeAmbrosie Jungpflanze
© Landeskammer für Land und Forstwirtschaft Steiermark
 
Ambrosie Blatt © Agroscope
Ambrosie BlattAmbrosie Blatt
© Agroscope
 
Sattgrüne Farbe der Blätter, weißliche Nervatur © Agroscope
Sattgrüne Farbe der Blätter, weißliche NervaturSattgrüne Farbe der Blätter, weißliche Nervatur
© Agroscope
 
Der Stiel der Ambrosiapflanze ist rund und das Aussehen ist rötlich © swr.de
Der Stiel der Ambrosiapflanze ist rund und das Aussehen ist rötlichDer Stiel der Ambrosiapflanze ist rund und das Aussehen ist rötlich
© swr.de
 

Bekämpfungsaufruf

Auf Grund der von der Ambrosie ausgehenden Gesundheitsgefährdung von Menschen und der Gefährdung von landwirtschaftlichen Kulturen ist es notwendig, vorhandene Einzelpflanzen und Bestände weitestgehend zu entfernen und die weitere Ausbreitung der Pflanze zu verhindern. Von Seiten der Straßenverwaltung des Landes und der Landwirtschaftskammer werden die erforderlichen Veranlassungen für die Bereiche „Landesstraßen B und L" und „Landwirtschaft" durchgeführt.

Für die übrigen Bereiche wie z.B. Wegränder, Ruderalflächen(Erd- und Schutthalden,Baugebiete, Mülldeponien), Schottergruben, Industriegelände, öffentliche (Grün)flächen, Hausgärten und Vogelfutterplätze,  ist zur erfolgreichen Vorbeugung und Bekämpfung unbedingt die Mithilfe der Gemeinden und der Bevölkerung erforderlich!

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Vorbeugung und Bekämpfung

Gartenbereich, Einzelpflanzen, kleine Bestände

  • Vogelfutterplätze regelmäßig kontrollieren
  • Offenen Boden durch Begrünung vermeiden
  • Fahrzeuge und Geräte nach Arbeiten auf kontaminierten Flächen reinigen
  • Händisches Ausreißen mit der Wurzel
  • mehrmaliges, tiefes Mähen möglichst vor der Blüte → ACHTUNG auf WIEDERAUSTRIEB
  • Pflanzen in Plastikbeutel mit Restmüll entsorgen und NICHT KOMPOSTIEREN!
  • Handschuhe und ev. Staubmaske (Blüte) verwenden
  • Chemische Bekämpfung nur mit zulässigen Pflanzenschutzmitteln

Erdablagerungen/Baustellen/Gruben

  • Offene Stellen wie Erddepots, Kompostmieten, Flächen, Baustellen, Lagerplätze, Schottergruben etc. werden von Ambrosie besonders schnell besiedelt. Hier ist vor allem die vorbeugende Arbeit in den Vordergrund zu stellen:
    • Gezielte Begrünung
    • Keine Verbringung von verseuchter Erde
    • Fahrzeuge und Geräte nach Arbeiten auf kontaminierten Flächen reinigen
  • Blühen bzw. Samenbildung der Pflanze verhindern, indem die Pflanze bekämpft wird:
    • Händisches Ausreißen mit der Wurzel
    • mehrmaliges, tiefes Mähen möglichst vor der Blüte → ACHTUNG auf WIEDERAUSTRIEB
    • Chemische Bekämpfung nur mit zulässigen Pflanzenschutzmitteln

Landwirtschaft

  • Offenen Boden durch Begrünung vermeiden
  • Kein kontaminiertes Bodenmaterial und Mähgut verbringen
  • Feldraine unbedingt von Ambrosiapflanzen freihalten bzw. bereinigen (Kontakt mit Nachbarn)
  • Böschungen, Ruderalstandorte sowie Feldwege regelmäßig mähen bzw. mulchen
  • Mähdrescher vor dem Weiterfahren - insbesondere in ambrosiafreie Gebiete - reinigen, ebenso Maschinen und Geräte von Erde säubern, um Samen nicht weiterzuverbreiten
  • Einzelpflanzen und kleine Bestände rechtzeitig ausreißen, Handschuhe und Staubmaske (Blüte)!

Brachen: mehrmaliges und rechtzeitiges Mähen oder Mulchen,
Getreide: in Getreide wird Ambrosie gut unterdrückt, nach der Ernte ist gegen aufwachsende Ambrosie mechanische Bekämpfung und/oder chemische Behandlung möglich,
Kürbis: in Kürbis ist nur mechanische Bekämpfung (Hacken, Ausreißen) möglich,
Soja: in Soja ist Ambrosie schwer zu bekämpfen, nur wenige Möglichkeiten zur chemischen Bekämpfung,
Sonnenblume: keine chemische Bekämpfung möglich, weil Ambrosie und Sonnenblume derselben Familie (Korbblütler) angehören, mechanische Bekämpfung (Hacken) bei Mais - Reihenweiten möglich,
Mais: neben der mechanischen Bekämpfung ist eine chemische Behandlung mit verschiedenen Pflanzenschutzmitteln - je nach Lage innerhalb oder außerhalb von Wasserschon- und Wasserschutzgebieten - möglich.


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Ambrosiafachtagung Hainersdorf 2010

Ein neues, allergieauslösendes Unkraut ruft die Landwirtschaft auf den Plan! Bei der Ambrosiafachtagung in Hainersdorf am 26. März 2010 kamen Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, um das Problem der Ambrosie konkret darzustellen.
Folgende Punkte wurden diskutiert:

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